Hilbert-Kurven-Explorer

Erkunden Sie die fraktale raumfüllende Hilbert-Kurve mit einstellbarer Ordnung, farbcodiertem Durchlauf und Koordinatenabbildung

Hilbert-Kurve

1D → 2D Abstandserhaltung

Raumfüllende Kurven

Eine raumfüllende Kurve ist eine stetige surjektive Abbildung f: [0,1] → [0,1]². David Hilbert beschrieb seine Kurve 1891. Sie ist rekursiv definiert: bei Ordnung 1 besucht die Kurve ein 2×2-Raster in U-Form. Bei jeder höheren Ordnung wird jede Zelle durch eine rotierte/reflektierte Kopie des U-Musters ersetzt. Bei Ordnung n besucht die Kurve alle 2ⁿ × 2ⁿ = 4ⁿ Zellen genau einmal. Eigenschaften: (1) Stetigkeit — kein Sprung. (2) Selbstähnlichkeit — jeder Quadrant ist eine rotierte Kopie. (3) Lokalität — nahe Punkte in 1D sind tendenziell auch in 2D nahe. (4) Nicht-Differenzierbarkeit — die Grenzkurve hat nirgends eine Tangente.

Rekursive Konstruktion

Die Hilbert-Kurve wird durch Ersetzungsregeln konstruiert. Bei Ordnung 1 durchläuft sie vier Quadranten in U-Form. Der Algorithmus verwendet zwei Funktionen: xy2d(x, y, n) konvertiert 2D-Koordinaten in 1D-Abstand und d2xy(d, n) den 1D-Abstand in 2D-Koordinaten. Beide laufen in O(n). Das untere Diagramm zeigt die Lokalitätserhaltung: für jedes Zellenpaar wird der Kurvenabstand |d₁−d₂| gegen den euklidischen 2D-Abstand aufgetragen.

Anwendungen

Räumliche Indexierung: Datenbanken nutzen Hilbert-Kurven für 2D/3D-zu-1D-Schlüsselabbildung. Bildverarbeitung: Hilbert-Scanning bewahrt räumliche Lokalität besser als Raster-Scan. Datenvisualisierung: Hochdimensionale Daten auf Hilbert-Kurven erhalten Cluster-Strukturen. Numerik: Gebietszerlegung für Parallelrechnung. Mathematik: Konstruktiver Beweis, dass [0,1] und [0,1]² gleiche Mächtigkeit haben.

Anleitung

Nutzen Sie den Ordnungs-Schieberegler (1-7). Wechseln Sie zwischen Kurve, Heatmap oder Beide. Der Farbverlauf von Blau nach Rot zeigt die Durchlaufreihenfolge. Geben Sie x,y ein und klicken Sie auf Suchen. Klicken Sie direkt auf die Zeichenfläche. Verwenden Sie Abspielen für die Animation.