Analysiert die Erythrozyenverteilungsbreite (RDW) zur Differenzierung von Anämien. RDW-CV Referenz ~11.5–14.5%, RDW-SD ~39–46 fL (laborabhängig). Erhöhter RDW → Anisozytose. Bessman-Klassifikation: hoher RDW + niedriges MCV → Eisenmangelanämie (steigt früh, vor Hb/MCV); normaler RDW + niedriges MCV → Thalassämie-Trait (gleichförmige Mikrozytose). Sonst: hoher RDW + hohes MCV → megaloblastäre Anämie (B12/Folat), MDS, Medikamente, Hämolyse mit Retikulozytose, Präleukämie, gemischte Populationen; hoher RDW + normales MCV → früher/mischernährungsbedingter Mangel, dimorphe Anämie, nach Transfusion, Regeneration; normaler RDW + normales MCV → Anämie bei chronischer Erkrankung. Mit Hb, Ferritin, Hb-Elektrophorese und Klinik interpretieren. Quellen: Bessman 1983, Teixeira 2014. Keine medizinische Beratung.
Ausführung
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Beispiele
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Wichtige Fakten
Kategorie
Health
Eingabetypen
select, number
Ausgabetyp
json
Sample-Abdeckung
4
API bereit
Ja
Überblick
Der RDW Analyzer ordnet einen RDW-CV- oder RDW-SD-Wert zusammen mit dem MCV nach dem Bessman-Modell ein. Das Ergebnis zeigt, ob der RDW erhöht oder normal ist und welches Muster aus RDW und MCV vorliegt. Die Referenzbereiche sind laborabhängig; das Tool ersetzt keine medizinische Beratung.
Wann verwenden
Wenn ein RDW-Wert zusammen mit dem MCV zur orientierenden Einordnung einer Anämie vorliegt.
Wenn zwischen hoher und normaler Erythrozytenverteilungsbreite unterschieden werden soll.
Wenn typische Muster wie Eisenmangelanämie oder Thalassämie-Trait verglichen werden sollen.
So funktioniert es
1Wählen Sie zwischen RDW-CV in Prozent und RDW-SD in fL.
2Geben Sie den RDW-Wert und das MCV in fL ein.
3Der Analyzer vergleicht den RDW mit dem passenden Referenzbereich und ordnet das MCV als niedrig, normal oder hoch ein.
4Das Ergebnis beschreibt das kombinierte RDW-MCV-Muster nach der Bessman-Klassifikation.
Anwendungsfälle
Orientierende Einordnung mikrozytärer Blutbildmuster anhand von RDW und MCV.
Vergleich eines möglichen Eisenmangels mit einem Thalassämie-Trait.
Dokumentation und strukturierte Interpretation einzelner RDW-MCV-Kombinationen.
Beispiele
1. Hinweis auf Eisenmangelmuster
Hausärztliche Praxis
Hintergrund
Bei einem Blutbild liegen ein erhöhter RDW-CV-Wert und ein niedriges MCV vor.
Aufgabe
Das kombinierte Muster soll schnell und einheitlich eingeordnet werden.
Verwendung
RDW-Form auf RDW-CV (%) stellen, 18 eingeben und als MCV 74 fL eintragen.
RDW-CV: 18 %; MCV: 74 fL; Dezimalstellen: 1
Ergebnis
Der Analyzer meldet einen erhöhten RDW und ein niedriges MCV. Das Muster wird als hoher RDW plus niedriges MCV beziehungsweise dimorphe Mikrozytose beschrieben; eine Eisenmangelanämie sollte mit weiteren Befunden geprüft werden.
2. Gleichförmige Mikrozytose
Hämatologische Befundbesprechung
Hintergrund
Ein niedriger MCV-Wert tritt zusammen mit einem RDW-CV im Referenzbereich auf.
Aufgabe
Es soll festgestellt werden, ob eine gleichförmige Mikrozytose vorliegt.
Verwendung
RDW-CV (%) auswählen, 13 eingeben und das MCV mit 68 fL angeben.
FAQ
Welche RDW-Formen werden unterstützt?
Unterstützt werden RDW-CV in Prozent und RDW-SD in fL.
Welche Eingaben sind erforderlich?
Erforderlich sind die RDW-Form, der RDW-Wert und das MCV in fL.
Was bedeutet ein erhöhter RDW?
Ein erhöhter RDW weist auf eine größere Größenstreuung der roten Blutkörperchen, also Anisozytose, hin.
Was bedeutet ein hoher RDW bei niedrigem MCV?
Dieses Muster passt klassischerweise zu einer Eisenmangelanämie, muss aber mit weiteren Befunden abgeklärt werden.
Ist das Ergebnis eine Diagnose?
Nein. Die Einordnung ist orientierend und sollte mit Hb, Ferritin, Hb-Elektrophorese und dem klinischen Kontext bewertet werden.
Der RDW wird als normal und das MCV als niedrig eingestuft. Das Ergebnis beschreibt einen normalen RDW plus niedriges MCV mit gleichförmiger Mikrozytose, ein klassisches Muster beim Thalassämie-Trait.
3. RDW-SD in Femtolitern auswerten
Medizinische Dokumentation
Hintergrund
Das Labor berichtet die Erythrozytenverteilungsbreite als RDW-SD statt als RDW-CV.
Aufgabe
Der Wert soll mit der passenden Einheit analysiert werden.
Verwendung
RDW-SD (fL) auswählen, den Laborwert eingeben und das zugehörige MCV ergänzen.
RDW-Form: RDW-SD (fL); MCV: entsprechend dem Blutbild; Dezimalstellen: nach Bedarf
Ergebnis
Der Analyzer bewertet den RDW-SD anhand des laborabhängigen Referenzbereichs und kombiniert den Status mit der MCV-Kategorie.