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Respiratorischer Quotient und Substrate (Fett vs Kohlenhydrate)
Geben Sie den Respirationsquotienten (oder den RER im stabilen Ruhezustand) ein, um die oxidierten Substrate anhand der nicht-Protein-Tabelle von Lusk zu bestimmen: RQ=1,00 reine Kohlenhydrate, RQ=0,707 reine Fette, mit linearer Interpolation der Energieanteile und kcal pro Liter O₂ (0,85 → 48,8% Kohlenhydrate, 51,2% Fett, 4,86 kcal/L O₂). Klassische Referenzwerte für Protein (≈0,80) und Alkohol (≈0,667) inklusive. RQ > 1,0 wird als CO₂-Überschuss (Laktat-Pufferung oder Hyperventilation) gekennzeichnet, nicht als Substratmischung. Quellen: StatPearls NBK507808, Lusk, West. Keine medizinische Beratung.
Ausführung
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Wichtige Fakten
Kategorie
Health
Eingabetypen
number
Ausgabetyp
json
Sample-Abdeckung
4
API bereit
Ja
Überblick
Der Rechner für den Respiratorischen Quotienten (RQ) ermittelt die anteilige Substratutilisation von Fetten und Kohlenhydraten anhand der klassischen Lusk-Nicht-Protein-Tabelle. Auf Basis des Verhältnisses von CO₂-Abgabe zu O₂-Aufnahme im Steady State berechnet das Tool die prozentuale Energiebereitstellung sowie das kalorische Äquivalent in Kilokalorien pro Liter Sauerstoff.
Wann verwenden
Nach einer Spiroergometrie oder indirekten Kalorimetrie zur Bestimmung des aktuellen Fett- und Kohlenhydratverbrauchs im Ruhezustand.
Zur ernährungsphysiologischen Auswertung von Stoffwechselmessungen bei Nüchternheit, Fastenprotokollen oder Mischkost.
Zur Überprüfung respiratorischer Messwerte auf physiologische Grenzen oder Hyperventilation (bei RQ > 1,0).
So funktioniert es
1Tragen Sie den gemessenen respiratorischen Quotienten (RQ bzw. RER im stabilen Ruhezustand) zwischen 0,60 und 1,50 in das Eingabefeld ein.
2Geben Sie optional die gewünschte Anzahl der Dezimalstellen für die Ergebnisgenauigkeit an.
3Das Tool interpoliert linear zwischen 100 % Fett (RQ = 0,707) und 100 % Kohlenhydraten (RQ = 1,00) und gibt die Substratverteilung sowie das kalorische Äquivalent in kcal/L O₂ aus.
Anwendungsfälle
Leistungsdiagnostik: Ermittlung des Anteils der Fettoxidation bei Grundumsatz- oder Schwellenwertmessungen.
Ernährungsberatung: Analyse des metabolischen Substratmusters nach kohlenhydratreicher oder ketogener Ernährung.
Physiologische Ausbildung: Praktische Demonstration von kalorischem Äquivalent und Substratnutzung im Stoffwechselunterricht.
Beispiele
1. Nüchterndiagnostik bei fettreicher Ernährung
Ernährungsberaterin
Hintergrund
Ein Klient führt nach mehrwöchiger fettreicher Kost eine indirekte Kalorimetrie im Ruhezustand durch.
Aufgabe
Es soll quantifiziert werden, wie hoch der Anteil der Fettverbrennung am Ruheenergiebedarf ist.
Verwendung
Geben Sie den gemessenen RQ von 0,70 ein und belassen Sie die Dezimalstellen bei 1.
rq: 0.70, decimalPlaces: 1
Ergebnis
Ergibt 100 % Fettoxidation, 0 % Kohlenhydratoxidation und ein kalorisches Äquivalent von 4,7 kcal pro Liter O₂.
2. Ruhemessung unter ausgewogener Mischkost
Sportphysiologe
Hintergrund
Bei einer gesunden Testperson wird im Steady State ein Ruheaustauschquotient von 0,85 gemessen.
Aufgabe
Die genaue Aufteilung zwischen Kohlenhydrat- und Fettverbrennung soll für den Bericht berechnet werden.
Verwendung
Tragen Sie 0,85 in das Feld 'Respiratorischer Quotient (RQ)' ein.
FAQ
Was bedeuten die Grenzwerte von 0,707 und 1,00?
Ein RQ von 0,707 entspricht 100 % Fettoxidation (4,686 kcal/L O₂), während ein RQ von 1,00 eine ausschließliche Verbrennung von Kohlenhydraten anzeigt (5,047 kcal/L O₂).
Wie ist ein RQ-Wert über 1,00 zu interpretieren?
Werte über 1,00 zeigen keine reine Substratmischung an, sondern entstehen durch zusätzliche CO₂-Abatmung infolge von Laktatpufferung unter hoher Belastung oder Hyperventilation.
Wie wird Protein in der Berechnung berücksichtigt?
Die Standardberechnung nutzt die Nicht-Protein-Tabelle nach Lusk. Protein oxidiert typischerweise bei einem mittleren Referenz-RQ von etwa 0,80.
Was unterscheidet den RQ vom RER?
Der RQ beschreibt den Gasaustausch direkt auf Zellebene, der RER an den Atemwegen. Im stabilen Ruhezustand (Steady State) stimmen beide Werte überein.
Warum sinkt der RQ bei längerem Fasten?
Nach Erschöpfung der Glykogenspeicher deckt der Körper seinen Energiebedarf vorwiegend aus freien Fettsäuren, wodurch der Wert in Richtung 0,70 bis 0,73 fällt.