Raoult-Gesetz für ideale Lösungen: p_i = x_i·p_i*. Der Ein-Komponenten-Modus liefert den Partialdruck und seine Absenkung gegenüber der reinen Flüssigkeit; der Binärmodus nimmt x_A, p_A* und p_B* und liefert beide Partialdrücke, den Gesamtdampfdruck p = x_A·p_A* + x_B·p_B* sowie den Dampfmengenanteil y_A = p_A/p — die Anreicherung der flüchtigeren Komponente, auf der die fraktionierte Destillation beruht. Anker: äquimolares Benzol (95.1 Torr) + Toluol (28.4 Torr) bei x_A = 0.5 geben p = 61.75 Torr mit y_A = 0.77; Wasser bei x = 0.85 und p* = 23.76 Torr gibt p = 20.196 Torr.
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Wichtige Fakten
Kategorie
Science & Education
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text
Sample-Abdeckung
4
API bereit
Ja
Überblick
Der Raoult-Gesetz-Rechner bestimmt den Dampfdruck idealer flüssiger Lösungen nach dem Raoultschen Gesetz (p_i = x_i · p_i*). Im Ein-Komponenten-Modus berechnet das Werkzeug den resultierenden Dampfdruck sowie die relative und absolute Dampfdruckerniedrigung durch gelöste Stoffe. Im Binärmodus ermittelt es aus den Stoffmengenanteilen und Reinstoff-Dampfdrücken beider Komponenten die Partialdrücke, den Gesamtdampfdruck sowie die Zusammensetzung der Dampfphase (y_A und y_B).
Wann verwenden
Berechnung des Gesamtdampfdrucks und der Dampfzusammensetzung für binäre ideale Flüssigkeitsgemische.
Bestimmung der Dampfdruckerniedrigung eines Lösungsmittels nach Zugabe nichtflüchtiger gelöster Stoffe.
Auslegung und theoretische Vorberechnung von Trennstufen für fraktionierte Destillationen im Labor oder Studium.
So funktioniert es
1Wählen Sie den Berechnungsmodus: 'Eine Komponente' für reine Lösungsmittel mit gelöstem Stoff oder 'Binäres Gemisch' für zwei flüchtige Komponenten.
2Geben Sie im Ein-Komponenten-Modus den Stoffmengenanteil des Lösungsmittels (x) und dessen Reinstoffdampfdruck (p*) ein.
3Tragen Sie im Binärmodus den Stoffmengenanteil der Komponente A (x_A) sowie die Dampfdrücke der Reinstoffe (p_A* und p_B*) ein.
4Der Rechner berechnet unmittelbar die Partialdrücke, den Gesamtdruck p sowie die Molenbrüche in der koexistierenden Dampfphase (y_A = p_A / p).
Anwendungsfälle
Abschätzung des Trennfaktors und der Dampfanreicherung leichter flüchtiger Komponenten in der thermischen Verfahrenstechnik.
Verifikation thermodynamischer Übungsaufgaben zur physikalischen Chemie und kolligativen Eigenschaften an Universitäten.
Berechnung der Lösemittelabdampfrate und des Partialdrucks in standardisierten chemischen Synthesegemischen.
Beispiele
1. Binäres Gemisch aus Benzol und Toluol
Chemiestudent
Hintergrund
In einem Praktikum zur thermischen Trennung soll das Phasengleichgewicht einer idealen Mischung aus Benzol und Toluol bei 25 °C analysiert werden.
Aufgabe
Gesucht sind der Gesamtdampfdruck und der Molenbruch von Benzol in der Dampfphase bei einem äquimolaren Flüssigkeitsgemisch.
Verwendung
Modus 'Binäres Gemisch' wählen, Stoffmengenanteil x_A = 0.5 setzen und die Dampfdrücke p_A* = 95.1 Torr (Benzol) sowie p_B* = 28.4 Torr (Toluol) eingeben.
Ergebnis
Der Gesamtdampfdruck beträgt 61.75 Torr (p_A = 47.55 Torr, p_B = 14.2 Torr) und die Dampfphase ist auf y_A = 0.7700 angereichert.
2. Dampfdruckerniedrigung einer wässrigen Lösung
Laborant
Hintergrund
Für eine Stabilitätsprüfung wird Wasser mit einem nichtflüchtigen Stoff versetzt, sodass der Stoffmengenanteil des Wassers auf 0.85 sinkt.
Aufgabe
Ermittlung des resultierenden Wasserdampfdrucks und des Absenkungswerts bei 25 °C.
Verwendung
Modus 'Eine Komponente' wählen, Lösungsmittel-Stoffmengenanteil x = 0.85 und Reinstoffdampfdruck p* = 23.76 Torr eintragen.
FAQ
Was besagt das Raoultsche Gesetz?
Es besagt, dass der Partialdampfdruck einer Komponente in einer idealen Mischung gleich dem Produkt aus ihrem Stoffmengenanteil in der Flüssigkeit und ihrem Reinstoffdampfdruck bei gleicher Temperatur ist (p_i = x_i · p_i*).
Welche Druckeinheiten können im Rechner verwendet werden?
Sie können beliebige Druckeinheiten wie Torr, kPa, bar oder mmHg nutzen, solange für alle Reinstoffdampfdrücke dieselbe Einheit verwendet wird.
Wie wird der Dampfmengenanteil y_A ermittelt?
Über das Dalton-Gesetz als Verhältnis des Partialdrucks der Komponente A zum Gesamtdampfdruck der Mischung: y_A = p_A / (p_A + p_B).
Gilt das Raoult-Gesetz für alle realen Gemische?
Nein, es gilt exakt nur für ideale Lösungen mit strukturell sehr ähnlichen Molekülen (z. B. Benzol/Toluol). Reale Gemische zeigen oft positive oder negative Abweichungen.
Was zeigt die Dampfdruckabsenkung Δp an?
Sie quantifiziert, um wie viel der Dampfdruck des Lösungsmittels durch die Anwesenheit gelöster, nichtflüchtiger Teilchen sinkt: Δp = (1 - x) · p*.