Der Klassifikator implementiert das klassische Rezept, mit dem Musikgenre-Klassifikation begann: die Klangtextur nach Tzanetakis & Cook (2002) — Mittelwerte und Varianzen von spektralem Zentroid, 85%-Spektral-Rolloff, spektralem Fluss und Nulldurchgangsrate über 23-ms-Fenster, plus Low-Energy-Deskriptor (Anteil der leiseren Fenster) — erweitert um die beiden anderen GTZAN-Gruppen: Rhythmusgehalt (Kick/Snare/Hi-Hat-Onset-Dichten, Four-on-the-Floor-Regularität aus dem Beat-Gitter, Tempo per Autokorrelation mit Half-/Double-Time-Kandidatenprüfung) und Tonhöhengehalt (Tonarterkennung nach Krumhansl-Schmuckler auf Chroma-Profil). Siebzehn Profile — House, Techno, Drum and Bass, Dubstep, Hip-Hop, Trap, Pop, Rock, Metal, Punk, Reggae, Funk/Disco, Jazz, Klassik, Folk, Ambient, Lo-Fi-Hip-Hop — bewerten jedes Merkmal gegen Fenster aus publizierten Tempo-Guides (Ableton: House 115-130, Techno 120-140, DnB 160-180 BPM; Hip-Hop 60-100 mit Half-Time bei 130-160). Der Bericht zeigt das Gewinnergenre, ein Top-3 mit Konfidenzen, die konkreten Messungen hinter jeder Wahl sowie ein Merkmals-Snapshot (BPM, Tonart, Brillanz, Bassanteil, Dynamik) — auch als DJ-Metadaten brauchbar. Ehrliche Erwartung: Der ursprüngliche GTZAN-Klassifikator erreichte 61% auf 10 Klassen; versteh diesen heuristischen Scorer als fundierte erste Meinung, nicht als Etikettiermaschine.