Thermoelektrischer Effekt

Interaktive Visualisierung von Seebeck-, Peltier- und Thomson-Effekten

Effekt-Typ

Thermoelement-Ansicht

Material A Cu
Verbindung
Material B Constantan

Temperaturverteilung

Elektrische Messungen

Wärmefluss

Materialeigenschaften

Seebeck-Koeff. S 0 µV/K
Peltier-Koeff. Π 0 mV
Thomson-Koeff. τ 0 µV/K
Gütezahl ZT 0

Parameter

Temperaturen

Elektrische Parameter

Materialauswahl

Animationssteuerung

Schnelleinstellungen

Thermoelektrische Gleichungen

Seebeck-Effekt V = S(T₂ - T₁)
Peltier-Effekt Q = Π·I = S·T·I
Thomson-Effekt Q = τ·I·ΔT
Thomson-Koeff. τ τ = T·dS/dT
Gütezahl ZT ZT = S²σT/κ
Wirkungsgrad η = (T_h - T_c)/T_h · (√(1+ZT) - 1)/(√(1+ZT) + T_c/T_h)

Was sind thermoelektrische Effekte?

Thermoelektrische Effekte beinhalten die Umwandlung von thermischer und elektrischer Energie.

Seebeck-Effekt

Spannung aus Temperatur: Der Seebeck-Effekt, entdeckt von Thomas Johann Seebeck im Jahr 1821, beschreibt die Erzeugung einer elektromotorischen Kraft (Spannung) in einem Leiter oder Halbleiter unter Temperatureinfluss.

Peltier-Effekt

Wärme aus Strom: Der Peltier-Effekt, entdeckt von Jean Charles Athanase Peltier im Jahr 1834, beschreibt die Absorption oder Freisetzung von Wärme, wenn ein elektrischer Strom durch eine Verbindung aus zwei verschiedenen Materialien fließt.

Thomson-Effekt

Wärme in Temperaturgradienten: Der Thomson-Effekt, vorhergesagt von William Thomson (Lord Kelvin) im Jahr 1851, beschreibt die Wärmeabsorption oder -freisetzung, wenn ein elektrischer Strom durch einen homogenen Leiter mit Temperaturgradienten fließt.

Thermoelektrische Materialien

Gütezahl ZT: Die Materialleistung wird durch die dimensionslose Gütezahl ZT = S²σT/κ charakterisiert.

Praktische Anwendungen

Temperaturmessung: Thermoelemente sind die am weitesten verbreiteten Temperatursensoren.Festkörperkühlung: Peltier-Elemente bieten zuverlässige, kompakte Kühlung.Stromerzeugung: Thermoelektrische Generatoren wandeln Abwärme direkt in Elektrizität um.

Historischer Kontext

Das Studium der thermoelektrischen Effekte begann im frühen 19. Jahrhundert.