Schellings Segregationsmodell

Wie milde individuelle Präferenzen zu extremer kollektiver Segregation führen

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Über Schellings Modell

1971 zeigte Thomas Schelling, dass selbst eine schwache Präferenz für ähnliche Nachbarn (nur 30%) zu nahezu vollständiger Segregation führen kann. Dieses Modell zeigt, wie individuell rationale Entscheidungen kollektiv irrationale Ergebnisse hervorbringen. Schelling erhielt 2005 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für diese Arbeit.

Mikro vs. Makro

Individuelle Agenten verlangen nur einen kleinen Anteil ähnlicher Nachbarn, aber das System konvergiert zu extremer Segregation. Das Mikro-Motiv entspricht nicht dem Makro-Verhalten.

Kipppunkt

Versuchen Sie, die Schwelle schrittweise zu erhöhen. Bei etwa 40-50% wird die Segregation fast vollständig. Unter 25% bleibt das Gitter relativ integriert.

Unbeabsichtigte Folgen

Dieses Modell lässt sich auf reale Segregation in Wohnungen, Schulen und Arbeitsplätzen anwenden und zeigt, wie sie ohne jede explizite diskriminatorische Politik entstehen kann.