Funktionsweise der PID-Regelung

u(t) = Kp·e(t) + Ki·∫e(t)dt + Kd·de(t)/dt

Proportional (P)

Reagiert auf den aktuellen Fehler mit Ausgabe proportional zur Fehlergröße. Höheres Kp = schnellere Reaktion, kann aber Schwingungen verursachen.

Output = Kp × error

Integral (I)

Akkumulierte vergangene Fehler, um stationäre Fehler zu eliminieren. Höheres Ki = schnellere Fehlerbeseitigung, kann aber Überschwingen verursachen.

Output = Ki × ∫error dt

Differenzial (D)

Sagt zukünftige Fehler basierend auf Änderungsrate voraus. Höheres Kd = reduzierte Schwingung und Überschwingen, aber empfindlich gegenüber Rauschen.

Output = Kd × de/dt

Antwortkurve

Sollwert
Ausgabe
Fehler

Physikalische Systemanimation

Zielposition
Ist-Position

PID-Komponenten

P
I
D

Beobachtungsleitfaden

Kp Einstellen (Proportional)

  • Kp erhöhen für schnellere Reaktion
  • Zu hohes Kp verursacht Schwingungen und Instabilität
  • Mit Kp um 1-3 beginnen für mäßige Reaktion

Ki Einstellen (Integral)

  • Ki hinzufügen, um stationäre Fehler zu eliminieren
  • Zu hohes Ki verursacht Überschwingen und langsames Einschwingen
  • Typischerweise kleine Ki-Werte verwenden (0.01-0.5)

Kd Einstellen (Differenzial)

  • Kd hinzufügen, um Überschwingen und Schwingungen zu reduzieren
  • Hohes Kd verstärkt Sensorrauschen
  • Kd = 0.3-1.5 funktioniert gut für die meisten Systeme

Testszenarien

  • Klicken Sie auf "Sprungantwort", um die Sprungantwort zu testen
  • Verwenden Sie "Störung Hinzufügen", um die Unterdrückung zu testen
  • Probieren Sie "Sinus-Nachführung" für dynamische Referenz

Profi-Tipps

  • Beginnen Sie nur mit Kp, fügen Sie Ki hinzu, wenn stationäre Fehler bestehen
  • Fügen Sie Kd zuletzt hinzu, wenn Sie Schwingungen oder zu viel Überschwingen sehen
  • Echte Systeme haben oft Grenzen für die Aktuatorausgabe
  • PID-Abstimmung ist iterativ - kleine Anpassungen funktionieren am besten
  • Anwendungen: Temperaturregelung, Motordrehzahl, Robotik, Drohnen