Wie individuelle Schwellenwerte kollektive Kaskaden in sozialen Netzwerken auslösen
1978 schlug Mark Granovetter das Schwellenwertmodell des kollektiven Verhaltens vor: Jedes Individuum i hat einen persönlichen Schwellenwert phi_i und handelt nur, wenn der Anteil aktiver Nachbarn phi_i übersteigt. Anders als bei epidemischen Modellen mit einheitlicher Infektionswahrscheinlichkeit betont dieses Modell die Heterogenität.
Die Schwellenwertverteilung bestimmt die Ergebnisse. Gleichmäßig: allmähliche Ausbreitung. Bimodal: klarer Kipppunkt mit plötzlicher Kaskade. Potenzgesetz: die meisten sind leicht beeinflussbar.
Die Netzwerktopologie bestimmt den Einflussfluss. Zufällig (ER): vorhersagbare Ausbreitung. Kleine Welt (WS): Abkürzungen zwischen Clustern. Skalenfrei (BA): Hub-Knoten als Superverbreiter.
Wählen Sie den Netzwerktyp, passen Sie die Parameter an, wählen Sie die Schwellenwertverteilung und das Anfangsverhältnis. Klicken Sie auf Zurücksetzen und dann auf Abspielen/Schritt.