Das Landauer-Prinzip ist ein 1961 von Rolf Landauer vorgeschlagenes thermodynamisches Prinzip. Es verdeutlicht die tiefe Verbindung zwischen Informationstheorie und Thermodynamik: Jede logisch irreversible Informationsoperation ist notwendigerweise auch physikalisch irreversibel und dissipiert Energie.
Historischer Kontext
Mitte des 20. Jahrhunderts rätselten Physiker über das "Maxwellscher Dämon"-Paradoxon: Könnte ein "Dämon", der Molekülbewegungen wahrnehmen kann, den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verletzen? Landauer analysierte die Informationsverarbeitung und entdeckte, dass während die "Messung" und "Erinnerung" des Dämons keine Energie verbrauchen, das Löschen der Erinnerung Wärme dissipieren muss. Dieser Einblick löste nicht nur das Paradoxon, sondern begründete auch das Gebiet der Physik der Information.