Kuramoto-Synchronisationsmodell

Erforschung von Phasenuebergaengen in der Synchronisation gekoppelter Oszillatoren

Phasenkreis r = 0.000
Ordnungsparameter r(t) r = 0.000

Voreinstellungen

Parameter

Kopplungsstaerke (K) 3.0
Frequenzstreubereich (σ) 1.0
Oszillatorenanzahl (N) 80
Simulationsgeschwindigkeit 1.0 x

Statistiken

Ordnung r
0.000
Mittlere Phase
0.00
Kritisches K_c
1.60
Sim.-Zeit
0.0

Frequenzverteilung

Uber das Kuramoto-Modell

Das Kuramoto-Modell (1975) beschreibt die Synchronisation gekoppelter Oszillatoren, ein Phaenomen das in der gesamten Natur beobachtet wird: Gluehwuermchen blinken im Gleichklang, Neuronen feuern gemeinsam, Metronome synchronisieren sich auf einer gemeinsamen Plattform und supraleitende Josephson-Kontakte. Yoshiki Kuramoto zeigte, dass selbst schwache Kopplung ein System unterschiedlicher Oszillatoren durch einen scharfen Phasenuebergang zur kollektiven Synchronisation treiben kann.

Jeder Oszillator i hat eine Phase theta_i, die sich entwickelt als: d(theta_i)/dt = omega_i + (K/N) * SUMME_j sin(theta_j - theta_i), wobei omega_i die naturliche Frequenz aus einer Gaußverteilung mit Breite Delta ist, K die Kopplungsstaerke und N die Anzahl der Oszillatoren. Der Ordnungsparameter r * exp(i*psi) = (1/N) * SUMME_j exp(i*theta_j) misst die globale Kohaerenz: r=0 bedeutet inkohaerent, r=1 bedeutet vollstaendig synchronisiert. Die kritische Kopplung fuer eine Gaußverteilung betraegt etwa K_c = 2*Delta*sqrt(2/pi).

Unterhalb der kritischen Kopplung K_c laufen die Oszillatoren unabhaengig und r bleibt nahe null. Bei K_c tritt ein Phasenuebergang auf: ein Cluster von Oszillatoren verriegelt sich und r steigt steil an. Oberhalb von K_c schliessen sich mehr Oszillatoren dem synchronisierten Cluster an und r naehert sich 1. Diese kollektive Entstehung ist analog zu Phasenuebergaengen in der statistischen Mechanik, was das Kuramoto-Modell zu einem Paradigma fuer das Verstaendnis von Synchronisation in komplexen Systemen macht.

Verwenden Sie den Schieberegler fuer die Kopplungsstaerke K zur Steuerung der Synchronisation. Beginnen Sie mit K=0 (Unordnung) und erhoehen Sie K schrittweise, um den Phasenuebergang zu beobachten. Der Phasenkreis zeigt jeden Oszillator als farbigen Punkt (blau=langsam, rot=schnell). Bei Synchronisation ballen sich die Punkte dramatisch zusammen. Die Zeitreihe des Ordnungsparameters r(t) verfolgt die globale Kohaerenz in Echtzeit. Probieren Sie die Voreinstellungen, um zwischen Regimen zu wechseln. Passen Sie den Frequenzstreubereich und die Oszillatorenanzahl an, um zu untersuchen, wie Diversitaet und Populationsgroesse die Synchronisationsschwellen beeinflussen.