Orbital-Voreinstellungen
Wellenfunktion-Gleichungen
Rnl(r) = 2 · e-r
Ylm(θ,φ) = 1/√(4π)
Erkunden Sie die quantenmechanische Wahrscheinlichkeitsverteilung der Wasserstoff-Elektronenwolken
Die Wasserstoff-Atom-Wellenfunktion beschreibt das quantenmechanische Verhalten von Elektronen in einem Wasserstoffatom. Im Gegensatz zur klassischen Physik bewegen sich Elektronen nicht auf festen Bahnen, sondern existieren als Wahrscheinlichkeitswolken um den Kern. Das Quadrat der Wellenfunktion |ψ|² gibt die Wahrscheinlichkeitsdichte an, ein Elektron an einem bestimmten Punkt im Raum zu finden.
Bereich: n = 1, 2, 3, 4, ...
Physikalische Bedeutung: Bestimmt das Energieniveau des Elektrons (Schale). Größeres n bedeutet höhere Energie und größeren mittleren Abstand vom Kern. Der Bohr-Radius a₀ ≈ 0.529 Å ist die natürliche Längeneinheit.
Bereich: l = 0, 1, 2, ..., n-1
Physikalische Bedeutung: Bestimmt die Größe des Bahndrehimpulses und die Form.
l=0: s-Orbitale (kugelförmig)
l=1: p-Orbitale (hantelförmig)
l=2: d-Orbitale (kleeförmig)
l=3: f-Orbitale (komplex mehrlappig)
Bereich: m = -l, -l+1, ..., 0, ..., l-1, l
Physikalische Bedeutung: Bestimmt die räumliche Ausrichtung des Orbitals. In externen Magnetfeldern haben Orbitale mit unterschiedlichen m-Werten leicht unterschiedliche Energien (Zeeman-Effekt).
-ħ²/(2m) ∇²ψ - e²/(4πε₀r)ψ = Eψ
ψnlm(r,θ,φ) = Rnl(r) · Ylm(θ,φ)
Rnl(r) = √[(2/n a₀)³ (n-l-1)!/(2n[(n+l)!])] · (2r/n a₀)l · Ln-l-12l+1(2r/n a₀) · e-r/n a₀
Ylm(θ,φ) = √[(2l+1)/(4π) · (l-|m|)!/(l+|m|)!] · Pl|m|(cosθ) · eimφ
P(r,θ,φ) = |ψnlm(r,θ,φ)|² = |Rnl(r)|² · |Ylm(θ,φ)|²
Knotenflächen sind Flächen, auf denen die Wellenfunktion gleich Null ist, unterteilt in zwei Typen:
Kugelsymmetrisch, keine Knoten, maximale Wahrscheinlichkeitsdichte am Kern. Der Grundzustand (niedrigste Energie) des Wasserstoffs.
Kugelsymmetrisch mit einem radialen Kugelknoten (bei r=2a₀). Die Wahrscheinlichkeitsverteilung erstreckt sich weiter als 1s.
Hantelförmig mit einer winkligen Knotenebene durch den Kern. Drei entartete 2p-Orbitale entlang der x-, y-, z-Achsen ausgerichtet.
Kleeförmig mit zwei winkligen Knotenflächen. Fünf 3d-Orbitale mit unterschiedlichen räumlichen Ausrichtungen.
1913 schlug Niels Bohr das Bohr-Modell vor und führte die Quantisierung in die Atomstruktur ein. 1926 etablierte Erwin Schrödinger die Wellengleichung und lieferte eine vollständige quantenmechanische Beschreibung der Atomstruktur. Ebenfalls 1926 schlug Wolfgang Pauli das Ausschließungsprinzip vor und erklärte die Regeln der Elektronenanordnung. Zusammen legten diese Arbeiten die Grundlage der Quantenmechanik und revolutionierten unser Verständnis der mikroskopischen Welt.