Michaelis-Menten-Diagramm
Reaktionsgeschwindigkeit vs Substratkonzentration
Lineweaver-Burk-Diagramm
Doppelreziprok: 1/v vs 1/[S]
Interaktive Visualisierung der Michaelis-Menten-Kinetik, Reaktionsmechanismen und Hemmungsmuster
Reaktionsgeschwindigkeit vs Substratkonzentration
Doppelreziprok: 1/v vs 1/[S]
Die Enzymkinetik ist die Untersuchung der durch Enzyme katalysierten chemischen Reaktionen. In der Enzymkinetik wird die Reaktionsgeschwindigkeit gemessen und die Wirkung variierender Reaktionsbedingungen untersucht. Die Michaelis-Menten-Gleichung ist die fundamentalste Gleichung in der Enzymkinetik.
Die Michaelis-Menten-Gleichung beschreibt die Rate enzymatischer Reaktionen durch die Beziehung der Reaktionsgeschwindigkeit v zur Substratkonzentration [S]. Die Gleichung wird aus dem Enzymmechanismus abgeleitet: E + S ⇌ ES → E + P, wobei E das Enzym, S das Substrat, ES der Enzym-Substrat-Komplex und P das Produkt ist. Die Gleichung geht vom schnellen Gleichgewicht oder der Fließgleichgewichts-Näherung für die ES-Komplexbildung aus.
Die Michaelis-Konstante K_m ist die Substratkonzentration, bei der die Reaktionsgeschwindigkeit die Hälfte von V_max beträgt. Sie ist ein Maß für die Affinität des Enzyms zu seinem Substrat: ein niedrigeres K_m deutet auf eine höhere Affinität hin. K_m ist auch gleich (k₋₁ + k₂)/k₁, wobei k₁ die Geschwindigkeitskonstante für die ES-Bildung, k₋₁ für die ES-Dissoziation und k₂ für die Produktbildung ist.
Kompetitive Hemmung: Der Hemmer bindet an den aktiven Standort und konkurriert mit dem Substrat. Erhöht das scheinbare K_m, V_max unverändert.
Nicht-kompetitive Hemmung: Der Hemmer bindet an einen allosterischen Standort und beeinflusst die Enzymaktivität. Erniedrigt V_max, K_m unverändert.
Unkompetitive Hemmung: Der Hemmer bindet nur an den ES-Komplex. Erniedrigt sowohl V_max als auch K_m proportional.
Das Verständnis dieser Hemmungsmuster ist entscheidend für die Wirkstoffentwicklung und das Verständnis der metabolischen Regulation.