Interaktives Zwei-Sektoren-Modell unausgeglichenen Wachstums — warum Dienstleistungen teurer werden während Güter billiger werden
Baumols Modell teilt die Wirtschaft in einen fortschrittlichen und einen stagnanten Sektor. Im klassischen Fall steigen die Löhne mit gP; hier kann w separat variiert werden. Die Kosten des fortschrittlichen Sektors folgen e^(w-gP)·t, die des stagnanten e^(w-gS)·t. Bei w = gP ergibt sich wieder das klassische Resultat.
Ein Beethoven-Streichquartett braucht 4 Musiker und ~30 Minuten — heute wie 1820.
Arbeit fließt vom fortschrittlichen zum stagnanten Sektor: Ls/Lp ∝ e^(gP-gS)·t.
Der Gesundheitssektor ist am stärksten von der Kostenkrankheit betroffen.
Studiengebühren übersteigen die Inflation in fast allen Industrieländern.
Persönliche Pflege erfordert menschliche Präsenz. Kein Mooresches Gesetz für Empathie.
Logische Konsequenz differentiellen Produktivitätswachstums.
KI wird die Kostenkrankheit reduzieren aber wahrscheinlich nicht eliminieren.
In echte Dienstleistungsproduktivität investieren und auf Gleichheit fokussieren.