# M/M/c-Warteschlangenrechner (mehrere Server)

Berechnet die Kennzahlen des Multiserver-Warteschlangensystems M/M/c (Poisson-Ankünfte mit Rate λ, c identische exponentielle Server mit Rate μ, eine gemeinsame FCFS-Warteschlange): angebotene Last a = λ/μ, Auslastung pro Server ρ, Leerlaufwahrscheinlichkeit P0, Erlang-C-Wartewahrscheinlichkeit Pw, mittlere Anzahlen Lq und L, mittlere Zeiten W und Wq, kreuzgeprüft mit Littles Gesetz und der Beziehung Pw→Lq. Setzt λ < cμ voraus (sonst Ablehnung als instabil); mit c = 1 reduzieren sich die Formeln auf M/M/1. Klassiker: λ = 6/h, μ = 3/h, c = 3 → P0 = 0.1111, Pw = 0.4444, Lq = 0.8889, L = 2.8889.

> Kanonische Seite: https://elysiatools.com/de/tools/queuing-theory-mmc

- **Kategorie:** Math & Numbers

- **Schlagwörter:** warteschlangentheorie, mmc, m/m/c, multiserver-warteschlange, erlang c, wartewahrscheinlichkeit, littles gesetz, callcenter-besetzung, poisson-ankünfte, operations research

## Überblick

Der M/M/c-Warteschlangenrechner ermittelt die stationären Leistungskennzahlen für mehrkanalige Wartesysteme mit Poisson-Ankünften, exponentiellen Bedienzeiten und gemeinsamer FCFS-Warteschlange. Auf Basis der Erlang-C-Formel und Littles Gesetz berechnet das Tool Größen wie die Serverauslastung, die Leerlaufwahrscheinlichkeit, die Wartewahrscheinlichkeit sowie durchschnittliche Schlangenlängen und Wartezeiten.

## Eingaben

- **Ankunftsrate λ (pro Zeiteinheit)** (number): Average arrivals per time unit (Poisson process). Must be below c·μ.
- **Bedienungsrate μ (pro Server, pro Zeiteinheit)** (number): Average services per time unit for each of the c servers.
- **Server (c)** (number): Number of parallel identical servers (1–20). c = 1 reproduces the M/M/1 formulas.
- **Dezimalstellen** (number)

## Wann verwenden

- Wenn die optimale Anzahl paralleler Schalter, Agenten oder Server für ein bekanntes Anruf- oder Kundenaufkommen ermittelt werden soll.
- Wenn Engpässe und Wartezeiten in bestehenden Mehrkanalsystemen analytisch bewertet und optimiert werden müssen.
- Wenn im Rahmen von Operations Research oder Service-Design Leistungsdaten wie Auslastung und Warteschlangenlänge schnell berechnet werden sollen.

## Funktionsweise

- Geben Sie die durchschnittliche Ankunftsrate λ pro Zeiteinheit sowie die Bedienrate μ je einzelnem Server ein.
- Legen Sie die Anzahl der parallelen Server c (zwischen 1 und 20) und die gewünschte Anzahl an Dezimalstellen fest.
- Das Tool prüft die Stabilitätsbedingung λ < c·μ und ermittelt die Lastkenngrößen a und ρ.
- Über die Erlang-C-Formel werden P0, Pw, die mittleren Anzahlen (Lq, L) und Verweilzeiten (Wq, W) exakt ausgegeben.

## Anwendungsfälle

- Personal- und Schichtplanung in Callcentern zur Einhaltung von Zielwartezeiten.
- Dimensionierung von Kassen- und Schaltersystemen in Banken, Behörden oder Supermärkten.
- Kapazitätsplanung für Webserver-Cluster und Microservices mit parallelen Worker-Threads.

## Häufig gestellte Fragen

### Was passiert, wenn die Ankunftsrate λ größer oder gleich c·μ ist?

Das System gilt als instabil, da mehr Anfragen eintreffen als bedient werden können. In diesem Fall wächst die Warteschlange theoretisch unendlich und es können keine stationären Kennzahlen berechnet werden.

### Was unterscheidet das M/M/c-Modell vom M/M/1-Modell?

Beim M/M/c-Modell teilen sich Kunden eine gemeinsame Schlange, werden aber von c parallelen Servern bedient. Setzt man c = 1, entsprechen die Ergebnisse exakt dem M/M/1-Wartesystem.

### Was sagt der Erlang-C-Wert (Pw) aus?

Pw gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein neu ankommender Kunde nicht sofort bedient werden kann und in der Warteschlange warten muss.

### Welche Zeiteinheiten müssen für λ und μ verwendet werden?

Beide Raten müssen sich auf dieselbe Zeiteinheit beziehen, beispielsweise Kunden pro Stunde oder Anfragen pro Sekunde.

### Wie hängen Lq und Wq miteinander zusammen?

Gemäß Littles Gesetz gilt der feste Zusammenhang Lq = λ · Wq zwischen der mittleren Schlangenlänge und der mittleren Wartezeit.

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