# M/M/1-Warteschlangenrechner

Berechnet die Kennzahlen des M/M/1-Warteschlangensystems im stationären Zustand: Poisson-Ankünfte (Rate λ), exponentielle Bedienung (Rate μ), FCFS. Setzt λ < μ voraus, sonst ist das System instabil und die Eingabe wird abgelehnt. Ausgegeben werden Auslastung ρ, Leerlaufwahrscheinlichkeit P0, die mittleren Anzahlen L (im System) und Lq (in der Warteschlange), die mittleren Zeiten W und Wq, die Wartewahrscheinlichkeit ρ sowie die Zustandswahrscheinlichkeiten P(n) = (1−ρ)ρⁿ (n = 0…5), kreuzgeprüft mit Littles Gesetz L = λW, Lq = λWq. Klassiker: λ = 4/h, μ = 6/h → ρ = 0.6667, L = 2, Lq = 1.3333, W = 0.5, Wq = 0.3333.

> Kanonische Seite: https://elysiatools.com/de/tools/queuing-theory-mm1

- **Kategorie:** Math & Numbers

- **Schlagwörter:** warteschlangentheorie, mm1, m/m/1, warteschlange, littles gesetz, auslastung, poisson-ankünfte, exponentielle bedienung, operations research

## Überblick

Der M/M/1-Warteschlangenrechner analysiert einstufige Warteschlangensysteme mit einem einzelnen Bediener im stationären Zustand. Basierend auf Poisson-Ankünften (λ) und exponentiell verteilten Bedienzeiten (μ) liefert das Tool präzise Kennzahlen wie Systemauslastung, mittlere Warteschlangenlängen, Verweilzeiten und Zustandswahrscheinlichkeiten unter Verwendung von Littles Gesetz.

## Eingaben

- **Ankunftsrate λ (pro Zeiteinheit)** (number): Average arrivals per time unit (Poisson process). Must be below the service rate μ.
- **Bedienungsrate μ (pro Zeiteinheit)** (number): Average services per time unit (exponential distribution). Must exceed the arrival rate λ.
- **Dezimalstellen** (number)

## Wann verwenden

- Dimensionierung und Kapazitätsplanung von Einzelschalter- oder Einzelservierersystemen.
- Analyse von Engpässen und Wartezeiten in IT-Servern, Helpdesks oder logistischen Übergabestationen.
- Validierung von Übungsaufgaben und Modellen im Bereich Operations Research und Warteschlangentheorie.

## Funktionsweise

- Geben Sie die durchschnittliche Ankunftsrate λ (Poisson-Prozess) sowie die Bedienungsrate μ (Exponentialverteilung) pro Zeiteinheit ein.
- Wählen Sie die gewünschte Anzahl an Nachkommastellen für die Rundung der Ergebnisse aus.
- Das System prüft die Stabilitätsbedingung λ < μ und berechnet bei Erfüllung Kennzahlen wie Auslastung ρ, P0, L, Lq, W, Wq sowie Zustandswahrscheinlichkeiten P(n).
- Alle Ergebnisse werden automatisch über Littles Gesetz (L = λW und Lq = λWq) plausibilisiert.

## Anwendungsfälle

- Berechnung der durchschnittlichen Wartezeit von Kunden an einem einzelnen Beratungsschalter.
- Abschätzung von Latenzzeiten und Paketanzahl in einem Netzwerk-Puffer mit Einzelleitung.
- Bewertung der Auslastung von Werkstattstationen mit Einzelarbeitsplatz bei stochastischem Auftragseingang.

## Häufig gestellte Fragen

### Was passiert, wenn die Ankunftsrate λ größer oder gleich der Bedienungsrate μ ist?

Das System ist in diesem Fall instabil (ρ ≥ 1), da die Warteschlange theoretisch unendlich anwächst; solche Eingaben werden zurückgewiesen.

### Was bedeuten die Symbole L, Lq, W und Wq?

L ist die mittlere Anzahl der Kunden im Gesamtsystem, Lq die mittlere Anzahl in der Warteschlange, W die mittlere Verweilzeit im Gesamtsystem und Wq die mittlere reine Wartezeit.

### Was besagt Littles Gesetz in diesem Rechner?

Es beschreibt die fundamentalen Beziehungen L = λ · W und Lq = λ · Wq, mit denen die berechneten Werte konsistent gegengeprüft werden.

### Welche Bedienungsdisziplin wird für das M/M/1-Modell angenommen?

Das Modell setzt die Standardreihenfolge First-Come, First-Served (FCFS) bei unbegrenzter Systemkapazität voraus.

### Was sagt die Leerlaufwahrscheinlichkeit P0 aus?

P0 entspricht 1 − ρ und gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass sich keine Einheiten im System befinden und die Bedienstation frei ist.

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