# Lotka–Volterra-Simulator für Räuber-Beute-Dynamik

Löst und visualisiert das klassische Lotka–Volterra-Räuber-Beute-System: dN/dt = rN − aNP, dP/dt = bNP − mP. RK4-Integration (6000 Schritte, mit Überwachung der Drift der Erhaltungsgröße V = bN − m·ln N + aP − r·ln P), gegenphasige Schwingungskurven von Beute und Räubern sowie Phasenebene mit geschlossenen Orbits, Koexistenzgleichgewicht N*=m/b, P*=r/a und linearisierter Periode T ≈ 2π/√(rm). Erkennt Zyklenzahl, gemessene Periode und Schwingungsbreite und erklärt die strukturelle Instabilität neutraler Oszillationen: Die Amplitude hängt allein von den Anfangsbedingungen ab, während reale Systeme durch Dichteabhängigkeit gedämpft werden oder sich selbst erregen (Paradox der Anreicherung).

> Kanonische Seite: https://elysiatools.com/de/tools/lotka-volterra-predator-prey

- **Kategorie:** Health

- **Schlagwörter:** lotka volterra, räuber beute, luchs schneehase, populationszyklen, populationsdynamik, phasenebene, grenzzyklus, koexistenzgleichgewicht, ökologie-simulator, prädationsmodell, schwingung, rk4

## Überblick

Der Lotka–Volterra-Simulator integriert das klassische Räuber-Beute-System dN/dt = rN − aNP, dP/dt = bNP − mP mit RK4 (6000 Schritte) und visualisiert gegenphasige Populationskurven sowie geschlossene Orbits in der Phasenebene. Er bestimmt das Koexistenzgleichgewicht N*=m/b und P*=r/a, die linearisierte Periode T ≈ 2π/√(rm), Zyklenzahl, gemessene Periode und Schwingungsbreite und überwacht die Drift der Erhaltungsgröße V.

## Eingaben

- **Wachstumsrate der Beute r (pro Zeiteinheit)** (number): Per-capita prey growth with no predators present.
- **Prädationsrate a (pro Prädator)** (number): Removal of prey per encounter — multiplies N·P.
- **Umwandlungseffizienz b (Beute → Prädator)** (number): New predators produced per prey consumed — sets the prey level needed to sustain predators (N* = m/b).
- **Sterblichkeit der Prädatoren m (pro Zeiteinheit)** (number): Per-capita predator death rate with no prey.
- **Anfangspopulation der Beute N₀** (number): Starting prey population — sets the orbit amplitude together with P₀.
- **Anfangspopulation der Prädatoren P₀** (number): Starting predator population.
- **Simulationsdauer (Zeiteinheiten)** (number): How long to integrate — a few cycle periods (T ≈ 2π/√(r·m)) make the orbit readable.

## Wann verwenden

- Wenn Sie Räuber-Beute-Zyklen für konkrete Raten r, a, b, m und Startpopulationen N₀, P₀ über eine gewählte Dauer tMax visualisieren möchten.
- Wenn Sie das Koexistenzgleichgewicht und die linearisierte Periode mit den simulierten Orbits und der gemessenen Periode vergleichen wollen.
- Wenn Sie den Einfluss der Anfangsbedingungen auf Amplitude und geschlossenen Orbit sowie die Erhaltung von V nachvollziehen möchten.

## Funktionsweise

- Geben Sie Beutewachstumsrate r, Prädationsrate a, Umwandlungseffizienz b, Räubersterblichkeit m, Startwerte N₀ und P₀ sowie die Simulationsdauer tMax ein.
- Das System wird mit RK4 über 6000 Schritte integriert; parallel wird die Drift der Erhaltungsgröße V = bN − m·ln N + aP − r·ln P überwacht.
- Es entstehen Zeitreihen gegenphasiger Schwingungen von Beute und Räubern sowie die Phasenebene mit geschlossenem Orbit um das Gleichgewicht.
- Automatisch erkannt werden Zyklenzahl, gemessene Periode, Schwingungsbreiten und der Vergleich mit T ≈ 2π/√(r·m).

## Anwendungsfälle

- Nachvollziehen klassischer Luchs-Schneehase-Zyklen mit Gleichgewicht und gegenphasigen Schwingungen.
- Vergleich der linearisierten Periode T ≈ 2π/√(rm) mit der aus den simulierten Zyklen gemessenen Periode.
- Demonstration, dass Abweichungen von N* und P* weitere Orbits und stärkere Schwankungen erzeugen.

## Häufig gestellte Fragen

### Welche Differentialgleichungen löst der Simulator?

Das klassische Lotka–Volterra-System dN/dt = rN − aNP und dP/dt = bNP − mP.

### Wie ergeben sich Gleichgewicht und Periode?

N* = m/b, P* = r/a; linearisiert gilt T ≈ 2π/√(r·m), ergänzt um die aus den Kurven gemessene Periode.

### Warum hängen die Amplituden nur von den Startwerten ab?

Die Oszillationen sind neutral: V legt geschlossene Orbits fest, deren Größe allein N₀ und P₀ bestimmen.

### Was bedeutet die Drift von V?

Sie prüft die numerische Qualität der RK4-Integration; typischerweise bleibt sie im Bereich 1e-12 und bestätigt den geschlossenen Orbit.

### Welche Visualisierungen erhalte ich?

Gegenphasige Zeitreihen, Phasenebene mit Orbit und Gleichgewicht sowie Angaben zu Zyklen, Periode und Schwingungsbreite.

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