# Kombinierter Elektrolyt-Korrekturplan (Na/K/Mg)

Bei simultanen multiplen Elektrolytstörungen wird ein sequenzieller Plan in der Reihenfolge Mg → K → Na erstellt. Hypomagnesiämie verursacht renalen Kaliumverlust (Enthemmung des ROMK-Kanals) und macht Hypokaliämie refraktär — Mg²⁺ muss zuerst korrigiert werden. Hypomagnesiämie ist auch ein ODS-Risikofaktor; bei begleitender Hyponatriämie die Na⁺-Korrektur auf 4–6 mmol/L/24h begrenzen. Bewertet den Schweregrad aller drei Elektrolyte und erzeugt Interaktionswarnungen. Mg-Substitution: leicht oral (Mg-Oxid 400 mg); moderat IV MgSO₄ 2 g/1h wiederholbar q8h; schwer IV 2 g Bolus dann 1–2 g/h auf der ITS. Hyperkaliämie hat absoluten Notfall-Vorrang (Kalzium → Insulin/Glukose → Bindungsmittel). Quellen: Adrogué 2000, Gennari 1998, Agus 1999, Huang 2007, EMCrit IBCC. Keine medizinische Beratung.

> Kanonische Seite: https://elysiatools.com/de/tools/fluid-electrolyte-correction

- **Kategorie:** Health

- **Schlagwörter:** Elektrolytkorrektur, kombinierte Elektrolyte, Natrium Kalium Magnesium, refraktäre Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Magnesiumsubstitution, Elektrolytstörung, Korrekturpriorität, ODS-Risiko, Nephrologie, ITS-Elektrolyte

## Überblick

Der kombinierte Elektrolyt-Korrekturplan bewertet Natrium, Kalium und Magnesium anhand von Laborwerten, Gewicht, Geschlecht, Altersgruppe und gewählter Natrium-Korrekturgrenze. Er ordnet die Korrektur bei mehreren Störungen nach Mg → K → Na, zeigt Schweregrade, geschätzte Defizite und Interaktionswarnungen. Das Ergebnis dient nicht als medizinische Beratung.

## Eingaben

- **Natrium Na⁺ (mmol/L)** (number): Measured serum sodium (mmol/L).
- **Kalium K⁺ (mmol/L)** (number): Measured serum potassium (mmol/L).
- **Magnesium Mg²⁺ (mg/dL)** (number): Measured serum magnesium (mg/dL).
- **Gewicht (kg)** (number): Patient body weight (kg).
- **Geschlecht** (select)
- **Altersgruppe** (select)
- **Na⁺-Korrekturgrenze** (select)
- **Dezimalstellen** (number)

## Wann verwenden

- Bei gleichzeitig auffälligen Natrium-, Kalium- und Magnesiumwerten eine priorisierte Reihenfolge der Korrektur benötigen.
- Bei Hypokaliämie prüfen möchten, ob eine begleitende Hypomagnesiämie vorliegt und zuerst korrigiert werden sollte.
- Bei Hyponatriämie eine vorgegebene Korrekturgrenze auswählen und den geschätzten Natriumdefizit- sowie Korrekturwert anzeigen lassen.

## Funktionsweise

- Geben Sie Natrium in mmol/L, Kalium in mmol/L, Magnesium in mg/dL und das Körpergewicht in kg ein.
- Wählen Sie Geschlecht, Altersgruppe und die gewünschte Na⁺-Korrekturgrenze von 8 oder 12 mmol/L/24h.
- Das Tool bewertet die drei Elektrolyte, ermittelt die Anzahl der Auffälligkeiten und erstellt bei mehreren Störungen eine Prioritätsfolge.
- Das Ergebnis enthält unter anderem geschätzte Na⁺- und K⁺-Defizite, eine empfohlene Na⁺-Korrekturrate, einen Magnesium-Substitutionsplan und Interaktionswarnungen.

## Anwendungsfälle

- Klinische Ersteinschätzung kombinierter Elektrolytstörungen mit dokumentierter Prioritätsfolge.
- Nephrologische oder intensivmedizinische Besprechung von Hypomagnesiämie, Hypokaliämie und Hyponatriämie.
- Ambulante Orientierung bei leichten Magnesium- und Kaliumabweichungen mit ausgewählter Korrekturgrenze.

## Häufig gestellte Fragen

### Welche Werte benötigt der Elektrolyt-Korrekturplan?

Er benötigt Natrium, Kalium, Magnesium, Körpergewicht, Geschlecht und Altersgruppe. Zusätzlich wird eine Na⁺-Korrekturgrenze ausgewählt.

### Warum steht Magnesium vor Kalium?

Eine Hypomagnesiämie kann renale Kaliumverluste fördern und eine Hypokaliämie refraktär machen. Deshalb wird Mg bei kombinierten Störungen zuerst eingeordnet.

### Welche Einheiten gelten für die Eingaben?

Natrium und Kalium werden in mmol/L, Magnesium in mg/dL und das Gewicht in kg eingegeben.

### Kann das Tool eine Hyperkaliämie als Notfall behandeln?

Das Ergebnis weist auf den absoluten Notfall-Vorrang einer Hyperkaliämie hin. Es ersetzt keine sofortige klinische Beurteilung oder Behandlung.

### Ist das Ergebnis eine medizinische Empfehlung?

Nein. Die Ausgabe ist eine rechnerische Orientierung und keine medizinische Beratung. Klinische Entscheidungen müssen durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

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