# Inhibitorkonstanten-Rechner Ki und IC50 (Cheng–Prusoff)

Rechnet zwischen IC50 und Ki nach Cheng–Prusoff um: kompetitiv Ki = IC50 ÷ (1+[S]/Km), inkompetitiv Ki′ = IC50 ÷ (1+Km/[S]) (bindet den ES-Komplex), rein nichtkompetitiv Ki = IC50 (unabhängig von [S]); auch rückwärts von Ki zu IC50. Kernpunkt: Der IC50 ist KEINE Konstante — der eines kompetitiven Inhibitors steigt mit [S]; bei [S] = Km gilt Ki = IC50/2, weshalb IC50 immer mit [S] und Km berichtet wird. Ki-Bereiche (nM): <1 sehr stark, 1–100 stark (gute wirkstoffartige Inhibitoren), 100–1000 mäßig, >1000 schwach. Annahmen: reversible Gleichgewichtshemmung, Michaelis-Menten-Kinetik, keine enge Bindung (sonst Morrison-Gleichung); den Mechanismus global fitten, nicht annehmen. Quellen: Cheng & Prusoff 1973, Copeland. Nur für Ausbildung.

> Kanonische Seite: https://elysiatools.com/de/tools/enzyme-inhibition-ki

- **Kategorie:** Education

- **Schlagwörter:** cheng prusoff rechner, ki ic50 umrechnung, inhibitorkonstante rechner, kompetitiver inhibitor ki, inkompetitive hemmung, nichtkompetitive hemmung, ic50 substratabhängigkeit, morrison-gleichung enge bindung, enzym-inhibitor-potenz, wirkstoffforschungs-rechner, biochemie-rechner

## Überblick

Der Inhibitorkonstanten-Rechner wandelt IC50 und Ki nach Cheng–Prusoff um. Unterstützt werden kompetitive, inkompetitive und rein nichtkompetitive Hemmung sowie die Rückrechnung von Ki zu IC50. Für die Berechnung werden außerdem Substratkonzentration [S], Km und die jeweiligen Konzentrationseinheiten benötigt.

## Eingaben

- **Berechnungsmodus** (select): Derive Ki from a measured IC50, or predict the IC50 a known Ki will give at your substrate concentration.
- **Hemmungstyp** (select): Mechanism of inhibition — it decides which Cheng–Prusoff variant applies.
- **IC50** (number): Measured IC50 in the unit selected below (IC50 → Ki mode).
- **Ki** (number): Known inhibition constant in the unit selected below (Ki → IC50 mode).
- **IC50/Ki-Einheit** (select): Concentration unit shared by the IC50/Ki input and the output.
- **Substratkonzentration \[S\]** (number): Substrate concentration in the assay, same unit as Km (below).
- **Km** (number): Michaelis constant for the substrate in the assay.
- **Substrat/Km-Einheit** (select): Shared unit of \[S\] and Km (only their ratio matters).
- **Dezimalstellen** (number)

## Wann verwenden

- Wenn Sie einen gemessenen IC50-Wert unter den konkreten Assay-Bedingungen in Ki umrechnen möchten.
- Wenn Sie aus einem bekannten Ki den erwarteten IC50 bei einer bestimmten Substratkonzentration berechnen möchten.
- Wenn Sie den Einfluss des Verhältnisses von \[S\] zu Km auf die scheinbare Inhibitorpotenz nachvollziehen möchten.

## Funktionsweise

- Wählen Sie den Berechnungsmodus IC50 → Ki oder Ki → IC50.
- Legen Sie den Hemmungstyp fest: kompetitiv, inkompetitiv oder rein nichtkompetitiv.
- Geben Sie IC50 oder Ki, \[S\], Km sowie die passenden Einheiten ein.
- Der Rechner verwendet für kompetitive Hemmung den Faktor 1 + \[S\]/Km, für inkompetitive Hemmung 1 + Km/\[S\] und für rein nichtkompetitive Hemmung den Faktor 1.

## Anwendungsfälle

- Biochemische Praktika können den Zusammenhang zwischen IC50, Ki, \[S\] und Km anhand konkreter Assay-Daten untersuchen.
- Forschungsteams können Screening-Ergebnisse unter definierten Substratbedingungen vergleichbarer als Ki-Werte einordnen.
- Bei der Versuchsplanung lässt sich abschätzen, welchen IC50 ein Inhibitor mit bekanntem Ki bei einer bestimmten \[S\]/Km-Kombination liefert.

## Häufig gestellte Fragen

### Was berechnet der Rechner?

Er rechnet zwischen IC50 und Ki beziehungsweise Ki′ nach Cheng–Prusoff um.

### Welche Hemmungstypen werden unterstützt?

Kompetitive, inkompetitive und rein nichtkompetitive Hemmung.

### Warum müssen \[S\] und Km eingegeben werden?

Bei kompetitiver und inkompetitiver Hemmung bestimmt ihr Verhältnis den Umrechnungsfaktor.

### Ist IC50 eine konstante Stoffeigenschaft?

Nein. Besonders bei kompetitiver Hemmung hängt IC50 von der Substratkonzentration ab.

### Wann ist die Berechnung nicht geeignet?

Bei enger Bindung, nichtreversibler Hemmung oder abweichender Kinetik kann die Cheng–Prusoff-Umrechnung ungeeignet sein; enge Bindung erfordert beispielsweise die Morrison-Gleichung.

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