# Herzminutenvolumen per Thermodilution (Stewart-Hamilton)

Berechnet das Herzminutenvolumen nach der Thermodilutionsformel von Stewart-Hamilton: HZV = Injektatvolumen × (T Blut − T Injektat) × 60 × 1,08 / Kurvenfläche. Kalte oder raumwarme Kochsalzlösung wird in den rechten Vorhof injiziert; ein Thermistor in der Arteria pulmonaris zeichnet die Temperatur-Zeit-Kurve auf, deren Fläche umgekehrt proportional zum HZV ist. Optionale Körperoberfläche ergibt den Herzindex CI = HZV/KOF (normal 2,5–4,0 l/min/m²; HZV 4–8 l/min). Tricuspidalinsuffizienz und intrakardiale Shunts verzerren die Kurve. Quellen: StatPearls, Guyton & Hall, Ganz 1972. Keine medizinische Beratung.

> Kanonische Seite: https://elysiatools.com/de/tools/cardiac-output-thermodilution

- **Kategorie:** Health

- **Schlagwörter:** herzminutenvolumen, thermodilution, stewart-hamilton, swan-ganz, pulmonalarterienkatheter, herzindex, intensivmedizin, hämodynamik, its, indikatorverdünnung

## Überblick

Dieser Rechner ermittelt das Herzminutenvolumen (HZV) und den Herzindex (CI) nach der klassischen Stewart-Hamilton-Thermodilutionsformel anhand der gemessenen Temperatur-Zeit-Kurve eines Pulmonalarterienkatheters.

## Eingaben

- **Injektatvolumen (mL)** (number): Injectate volume in mL (usually 10 mL of iced or room-temperature saline/dextrose).
- **Bluttemperatur (°C)** (number): Blood (pulmonary artery) temperature in °C.
- **Injektattemperatur (°C)** (number): Injectate temperature in °C: 0 for iced saline, ~21 for room temperature.
- **Fläche unter der Kurve (°C·s)** (number): Area under the thermodilution temperature-time curve (°C·s), as reported by the monitoring system.
- **Dichtefaktor (optional)** (number): Injectate density factor (specific heat × specific gravity vs blood). Default 1.08.
- **Körperoberfläche (m², optional)** (number): Body surface area in m²; if provided, the cardiac index CI = CO/BSA is computed.
- **Dezimalstellen** (number)

## Wann verwenden

- Zur rechnerischen Validierung von Messkurven und Werten des hämodynamischen Monitorings.
- Beim Vergleich von Thermodilutionsmessungen mit eisgekühlter versus raumwarmer Injektatlösung.
- Zur patientenspezifischen Bestimmung des Herzindex (CI) anhand der Körperoberfläche.

## Funktionsweise

- Geben Sie das Injektatvolumen in Millilitern sowie die Blut- und Injektattemperatur in Grad Celsius ein.
- Tragen Sie die vom Monitor ermittelte Fläche unter der Temperatur-Zeit-Kurve (°C·s) ein.
- Geben Sie optional den Dichtefaktor (Standard 1,08) sowie die Körperoberfläche in Quadratmetern an.
- Das Tool berechnet das Herzminutenvolumen in l/min und leitet bei vorhandener KOF den Herzindex ab.

## Anwendungsfälle

- Überwachung des hämodynamischen Ansprechens auf Inotropika und Volumentherapie auf der Intensivstation.
- Differenzierung von Schockformen durch Bestimmung des Herzindex im Rahmen des erweiterten Monitorings.
- Plausibilitätsprüfung und Fallanalyse in der intensivmedizinischen Lehre und Ausbildung.

## Häufig gestellte Fragen

### Was besagt der Dichtefaktor von 1,08?

Er korrigiert das Verhältnis von spezifischer Wärme und Dichte der injizierten Kochsalzlösung gegenüber dem Blut.

### Wie verhält sich die Kurvenfläche zum Herzminutenvolumen?

Die Fläche ist umgekehrt proportional zum HZV: Eine größere Fläche signalisiert einen langsameren Blutfluss und ein niedrigeres HZV.

### Kann raumwarmes Injektat verwendet werden?

Ja, durch Eingabe der gemessenen Injektattemperatur (z. B. 21 °C) berücksichtigt die Formel den kleineren Temperaturgradienten exakt.

### Welche Werte gelten als normal?

Das normale Ruhe-HZV liegt bei 4,0 bis 8,0 l/min, der Herzindex (CI) bei 2,5 bis 4,0 l/min/m².

### Welche klinischen Faktoren können die Berechnung verfälschen?

Trikuspidalklappeninsuffizienz, intrakardiale Shunts oder ungleichmäßige Injektionsgeschwindigkeiten verzerren die Kurvenform.

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